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Impro und anderes

Feb. 25th, 2009 11:56 am The Credit Crisis Visualized in Animated Infographics


The Crisis of Credit Visualized
from Jonathan Jarvis on
Vimeo.

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Feb. 7th, 2009 02:53 pm What is the internet for?



.

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Jan. 26th, 2009 12:55 am paragraf 823

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Dec. 1st, 2008 01:32 pm Metaregeln

Es ist ein Paradoxon, das jeder von Ihnen schon Hunderte und Tausende
Male gelebt hat. Im übertragenen Sinne heißt das, dass es eine
Metaregel gibt, die uns dazu legitimiert zu entscheiden, wie wir mit
Regeln umgehen.

Durchbrechen wir sie, halten wir uns an sie, oder tun
wir nur so, als ob wir uns an sie hielten. Die eigentliche Botschaft
lautet: Tu es, aber tu es heimlich. Oder umgekehrt: Warum tust du das,
du Idiot? Kennst du die Regel nicht? Viel interessanter ist für mich
aber das gegenteilige Paradoxon. Es gibt Dinge, die zwar nicht
verboten sind, aber eine innere Stimme, eben diese Metaregel, die
sagt: Tu es nicht. Das heißt, man verbittet und verbietet sich Dinge,
die man eigentlich tun dürfte, die nicht verboten sind, und erlegt
sich selbst ein Verbot des Tuns auf. Das ist mein Rückschluss auf
Situationen unserer heutigen Gesellschaft. Wir leben in permanenten
Paradoxa.

Wir tun das, was wir tun dürften, nicht, weil wir so
konditioniert sind, und wir umgehen andererseits Regeln, tun aber so,
als ob wir sie gar nicht durchbrechen würden. Ich nenne Ihnen ein
praktisches Beispiel. Es gab in Amerika Schulen, die den Anspruch
hatten, jungen Burschen und Mädchen aus der Unterschicht Manieren der
Oberschicht beizubringen. Die Experimente gingen schief. Man zeigte
den Schülern zwar, wie man sich als Oberschicht zu verhalten habe,
aber man erklärte ihnen die Metaebenen und die Metarollen nicht.
Nämlich, dass die Verhaltensweisen der Oberschicht in ihrer
Kultiviertheit nichts anderes als eine permanente Regelverletzung
sind. Man erklärte die Regeln, aber nicht, wie man damit umzugehen
habe und sie umsetzen solle.

Ein zweites Beispiel. Vor kurzem sagte mir ein Freund aus Japan, dass
die Arbeiter das Recht erkämpft hatten, vierzig Tage im Jahr Urlaub zu
konsumieren. Er sagte aber gleichzeitig: „Niemand aber nimmt in Japan
an, dass die Leute diese vierzig Tage überhaupt ausnützen. Weder die
Arbeitnehmer noch die Arbeitgeber. In der Regel gehen alle Japaner
auch nur zwanzig Tage auf Urlaub." Ich fragte ihn dann: „Und warum
macht man nicht gleich ein Gesetz, das zwanzig Tage Urlaub
vorschreibt?" Er meinte, ich sei ein Idiot, weil ich die japanische
Kultur nicht verstehe. Er hatte vollkommen Recht. Es ist das gelebte
Paradoxon, das ich nicht verstand.

Ein weiteres Paradoxon als
Illustration. Ich bewerbe mich mit meinem besten Freund gemeinsam für
einen Job. Er ist der Erfolgreichere, und er bekommt den Job. Nun
beginnt das paradoxe Ritual. Er sagt zu mir: „Hör zu, du verdientest
den Job eigentlich eher als ich. Du bist einfach besser als ich. Ich
werde das Angebot ablehnen und dich vorschlagen." Er sagt das
natürlich nur in der absoluten Sicherheit, dass sein Freund dieses
Ansinnen ablehnen werde: „Nein danke, nimm diesen Job. Du hast ihn ja
bekommen." Das ist der Nukleus des Paradoxons. Eine bedeutungslose
Konversation, weil die Fakten am Tisch liegen und nur noch das Ritual
das Faktum scheinbar nochmals in Frage stellt. Diese Konversation ist
wichtig, weil sie eine Lücke in der Kette füllt, die Lücke des
sozialen Verständnisses und der Freundschaft. Freundschaft ist ein
permanentes Schließen von sozialen Lücken. Jacques Lacan nennt dies
„Ordnung des Großen Anderen". Es ist die Ordnung der Erscheinungen und
das Gegenteil zur simplen Interpretation von Sigmund Freud. Wir leben
einige Rituale, die uns so erscheinen lassen, wie wir erscheinen. Wenn
man uns die Rituale nimmt, bricht alles zusammen, oder, um mit Lacan
zu sprechen: „Wenn die Ordnung des Großen Anderen zerbricht, zerbricht
alles." An der Oberfläche sind wir Menschen, im Grunde Barbaren, die
den Vater töten wollen, wie Freud es geschrieben hat.
*www.bmeia.gv.at/fileadmin/user_upload/bmeia/media/3.../Broschueren/Broschuere_Das_Sigmund_Freud_Jahr_2006.pdf

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Nov. 24th, 2008 07:31 am heiliger ernst

Ob wir immer so miteinander umgingen, fragt da der Wirtschaftsmensch.
Und jetzt, da einer fragt, dem derlei augenscheinlich ziemlich fremd,
um nicht zu sagen barbarisch vorkommt, müssen wir antworten, ja,
eigentlich gehen wir immer so miteinander um. Wir keifen uns an und
ziehen uns gegenseitig auf die Blutwiese. Und zwar einfach deswegen,
weil es um nichts geht. Bestenfalls eine Meinung. Aber die dafür mit
Vehemenz.

Robert Pfaller hat dieses Phänomen, Johan Huizingas Spieltheorie
aufgreifend, als „Heiligen Ernst" bezeichnet. Der Heilige Ernst, der
dem profanen gegenübersteht. Der Wirtschaftsmensch ist geprägt,
gegrämt, verbrämt vom profanen Ernst, von der Tatsächlichkeit der
Krise und dem Status Quo des Verlusts. Wir aber ergehen uns in
Wichtigerem. In der Heiligkeit solcher Dinge, die man nicht sieht und
die bedeutungslos sind, aber, wenn man sie schon zu sehen und ihnen
Bedeutung zuzuerkennen meint, von nichts anderem als metaphysischer
Dimension sein müssen.

Ein wenig war es uns dann doch peinlich dem Wirtschaftsmenschen
gegenüber. Aber nicht lange. Schließlich sind wird Ästhetiker. Und als
solche brauchen wir keine Manieren.

Rainer Metzger
*http://www.artmagazine.cc/content38670.html

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Nov. 13th, 2008 12:21 pm last lecture - randy pausch

ein professer hält seine "last lecture" bevor er stirbt
voller humor und lebensfreude.

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Nov. 12th, 2008 02:28 pm viedointerview von rick gervias auch ueber impro .->min 38


.

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Nov. 9th, 2008 07:29 pm Virtuose der Gelassenheit

Es ist genau jene jazzhafte Gleichmut, der Obama zugutekommt. Als die
Clintons ihm vorwarfen, er rücke von seiner Anti-Kriegshaltung ab und
vertrete Reagansche Ideen, nahm er mithilfe dieser Coolness das
Trommelfeuer der Kritik einfach zum Anlass, seine Weltsicht und seine
Auffassung von Führung zu rekontextualisieren. Dieselbe Coolness
erlaubt es ihm auch, die implizite Beleidigung in der Frage eines
Fernsehmoderators, ob Bill Clinton der erste schwarze Präsident
gewesen sei, mit einem Lachen abzutun. "Da müsste ich erst mal seine
Qualitäten als Tänzer genauer untersuchen, bevor ich ein zutreffendes
Urteil darüber abgeben könnte, ob er tatsächlich ein Bruder ist",
versetzte Obama. Das war der Moment, wo der Hype mich hatte. "Das war
cool", dachte ich mir. "Ich wette, der Alte weiß auch, wie viele
Kammern der Wu-Tang Clan** hat."

Nicht einem der coolen Präsidentschaftsanwärter vor ihm - nicht
Sharpton, nicht Muskie, nicht Humphrey und nicht Chisholm - ist es
jemals in den Sinn gekommen, tänzerische Qualitäten als Maßstab für
was auch immer anzulegen. Für mich war es das Äquivalent zu Hillarys
überraschendem Tränenausbruch in New Hampshire. Ein kurzer, Sympathie
weckender Blick unter die undurchdringliche Schicht Make-Up, die beide
sonst ununterbrochen tragen.

*http://freitag.de/2008/45/08450301.php

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Oct. 27th, 2008 02:36 pm Wenn man die Wahrheit sag

„Wenn man die Wahrheit sagt, kann man sicher sein, früher oder später
ertappt zu werden."

Oscar Wilde (Werk: Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend)

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Oct. 22nd, 2008 10:01 am Die Gewinne von heute sind die Arbeitslosen von morgen

[...]
Dass auf jeden real erwirtschafteten Dollar an der Wall Street 300
Dollar verzockt wurden. Und er schilderte die unstillbare Gier dieser
Finanzkapitalisten, die jegliche menschliche Bindung der Arbeiter zu
ihrer Firmenspitze gekappt haben. Negt widerlegte Helmut Schmidt
(SPD), der in seiner Amtszeit als Kanzler einst die Formel aufstellte,
die Gewinne von heute seien die Investitionen und Arbeitsplätze von
morgen und übermorgen. "Nein", sagt Negt: "Die Gewinne von heute sind
die Arbeitslosen von morgen."

Und dann stellt er den Bezug der Finanz- zur Bildungskrise her.
Bildung im Sinne von Persönlichkeitsentwicklung würde sich aus drei
Bereichen zusammensetzen: der kognitiven-, der emotionalen- und der
sozialen Leistung. Die emotionale und soziale Leistungen würden aber
in den USA und auch in Deutschland sukzessiv verkümmern. "Und wo das
passiert, bricht der Unterbau weg", so der Soziologe. Soziale
Kompetenzen, politische Urteilsfähigkeit, vor allem aber ein
gesamtgesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein würde den Eliten
heute völlig fehlen. Stattdessen bedienten sie nur noch ihre eigene
Klientel.

Wie Jugendliche heute am besten auf so schwierige Zeiten vorbereitet
werden, die nun unmittelbar bevorstehen, fragt ein Schüler. "Indem
Schüler lernen, diese existenziellen Probleme und ihre Ursachen zu
verstehen", antwortet Negt. FELIX LEE

*http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/?dig=2008%2F10%2F17%2Fa0167&cHash=f4cdd0893a

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